FLSH/UCAD DEPARTEMENT ALLEMAND
  Interkulturelle linguistische Formen
 


2013

INTERKULTURELLE  LINGUISTISCHE fORMEN


0.
Wenn ich von "Interkulturalität" spreche, möchte ich lediglich Folgendes mit Général De Gaulle unterstreichen, nämlich, dass "Le monde est si petit, si étroit et si interférant avec lui même, qu'il ne saurait y exister de peuple qui puisse en définitive se passer des autres" , womit der französische Staatsmann und Politiker recht hat.

Der Begriff Interkulturalität induziert , wie alle Lexeme mit dem lateinischen Präfix "inter" die Idee eines 'Miteinanders oder Zusammenseins"; er kann ferner "Verbindung" oder "Link" bedeuten. Er heisst stets aber, dass etwas zwischen zwei  Dingen , zwei Entitäten, zwei Kulturen passiert. 
Hier speziell wo von Kultur gesprochen wird, bedeutet er, dass zwischen Kultur A und Kultur B eine gewisse Verbindung , in Form einer Brücke vorhanden ist.

0.1 Zum Begriff Kultur und Sprache
Dieser Begriff (Kultur) bedeutet, um Duden zu zitieren, "die Gesamtheit der geistigen und künstlerischen Leistungen einer Gemeinschaft als Ausdruck menschlicher Höherentwicklung." (s. Bd 10 S. 561) Dies bedeutet im Klartext, dass nur der Mensch als Bogenschluss der Schöpfung sich kulturell betätigen, Kultur machen oder produzieren kann.
Tiere und die anderen Lebewesen ausser dem Menschen haben keine Kultur, weil sie Kultur nicht produzieren können, weil Kultur untrennbar von der eflexion" (Herder) oder von der Intelligenz oder aber von der "Vernunft" ist.
Kultur ist alles was der Mensch in einem Gebiet als geistige, materielle, technische, philosophische Errungenschaft zustande bringt, oder gebracht hat; es ist eine Art und Weise Dinge zu tun oder zu organisieren. "c'est ce qui reste lorsqu'on a tout oublié!  Senghor bekündet, diese Aussage bestätigend, dass "La culture est l'Alpha et l'Omega"., dass sie Alpha und Omega eines Volkes sei.
KUltur bedient sich des Werkzeuges "Sprache" um sein zu können, weil Kultur Sprache ist, und Sprache an  und für sich Kultur bedeutet. Mit Hilfe von Sprache wird >Kultur "eindosiert", in eine Dose reingetan, um konserviert zu werden.
 Dies heisst  logischerweise, dass dort wo es Sprache gibt, ja auch Kultur gibt,  ja auch Kultur geben muss. Die Modalität "müssen" kommt hier nicht von Ungefähr, weil Völkern, allen voran afrikanischen Völkern, Jahrhundertelang Kultur und Kulturfähigkeit abgesprochen wurden, obwohl dabei zugegeben wurde, (jedoch nicht immer) dass sie sich sprachlich betätigten, dass sie Sprachen hatten.
Bibliographie::
.(S. Hier die kolonialrassistische Literatur des Apartheidregimes und die des III. Reiches. S. auch das Werk des Ehrwürdigen Vater der Mission 
Maurice Briault "Les sauvages d'Afrique" auch erschienen mit dem Titel "Récits de la véranda". (Link Google, Wikipdédia etc..)

Zwei Jahrhunderte vor Ferdinand de Saussure hat uns der Aufklärer Johann Gottfried Herder in eklatanter und einmaliger Weise gezeigt beziehungsweise demonstriert, wie die Wahrnehmung der Dinge zur Reflexion und zur psyschichen Aktivität und zur Produktion von Kultur beiträgt (siehe hier dessen "Abhandlung über den Ursprung von Sprache" a.a.O.).
Dinge werden perzipiert, meistens mit dem blossen Auge bzw. anderen Sinnesorganen;  sie werden dann im Gehirn verarbeitet als Bezeicheneten und Bezeichnenden, Letztere sind die Fundamente der Sprache und der Sprachkette. (Siehe hier Semiotik, DUEL I)
Nun erlaubt die Sprache alles Bekannte zu konservieren. Sprache konserviert wie eine Thunfischdose das Produkt jahrelang frisch hält.(s.oben "Eindosierungsprozess")
So werden mit der Sprache alle moden operandi, alle Arten und Weisen, alle Techniken etc.. eines Volkes konserviert.
In seinem berühmten Werk "l'Homme et sa destinée" sagt der Wissenschaftler und Philosoph Lecomte de Nouy , ich zitiere: "le langage remplace les processus biologiques d'adaptation". (siehe in Google :Stichwort "Lecomte de Nouy" . Link vorhanden ohne allemand2008 verlassen zu müssen)

ENDE
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Was hat er uns hierzu sagen wollen?
Lecomte de Nouy hat ganz genau beobachtet ,wie sich manche Tiere in der freien Wildbahn gesellschaftlich verhalten. Diesbezüglich hat er längere Zeit Igel (hérisson) beim Strassenüberqueren beobachtet und gesehen, wie sich Letztere völlig unbeholfen zusammenballen, sobald eine Gefahr in Form eines Autos erscheint. Dieses dornige Zusammenballen mag gegen Artsgenossen oder andere Tiere wirksam sein, nicht aber gegen rasende Autos!
Es sind mithin hunderte von Igeln, die tagein tagaus überfahren werden, ohne dass sie sich dagegen stemmen können, oder dass sie dem schrecklichen Tod entkommen können.
Anders geht es beim Menschen:
Lecomte de Nouy bekündet Folgendes:
Nach vielen Jahrtausenden des Igelsterbens  werden sich Letztere den Gefahren des Strassenüberquerens anpassen, und einen Sinn für diese Gefahren entwickeln. Sie werden dann die Strassen nicht mehr in der Weise Überqueren, dass zahlreiche Kleintiere dadurch sterben müssen,  da sie nunmehr aufpassen.

Der Mensch  braucht seinerseits in der Tat nicht zu warten, dass hunderte oder tausende von Kindern überfahren werden, um den biologischen Anpassungsprozess in Gang zu setzen; er braucht einfach nur zu SAGEN ,"AUFPASSEN, HIER IST EINE GEFAHR!! oder"überqueren sie nicht! Lebensgefahr!"

Diese Ausrufung erreicht das Ohr des Kindes, das sich dann entsprechen der Gefahrensituationen am Strassenrand verhalten wird.Er wird nunmehr vorsichtig und aufpassend Strassen überqueren; damit rettet er ja auch sein Leben.

Sprache ist mithin Kultur, weil sie eine ARt und WEISE ist. Sagen wir mal, eine Handlungsweise.Sie zeigt dem Laien, wie er sich in Kultur A zu verhalten hat; ferner gibt sie auch INFORMATIONEN ÛBER DIE AUSGANGS- UND DIE ZIELKULTUR.

1. Die Ausgangskultur

Die Senegalesen sind Afrikaner. Sie gehören , laut Greenbergs Klassifizierung dem westatlantischen Zweig der Sudansprachen.(s. Greenberg)

Die wichtigste Sprache im land (d.h. die meistgesprochene und meistverwendete  ist die Wolofsprache. Wolof ist bekanntlich eine Klassensprache. Wolof hat Koinewert

 N.B. Schaut  bei Google Folgende Stichwörter: Klassensprache und Koine

Wolof, und auch die anderen Sprachen im Land ,suchen den ständigen Kontakt zu anderen Sprachen und Kulturen wie beispielsweise dem Französischen, dem Arabischen etc... und neuerdings auch , dem Deutschen (Vergleiche die lexikalischen in der Jugendsprache eingebürgerten  Eintragungen deutscher Herkunft wie <nix, schön, Dieb..., die nunmehr in der Jugendsprache aufgenommen  worden sind>
Dies erklärt zur Genüge, warum Wolof fremden Einflüssen gegenüber so porös ist

ENDE

 1.1.Willkür von Kulturformen
D
ass Hähne in Deutschland <Kikiriki>, in Frankreich <cocorico< und hierzulande <keekkeek> machen, mag bei vielen Hörern zwar eigenartig sein , aber viele sind vieleicht nicht in der Lage zu verstehen, warum diese Feststellung von Relevanz ist. Dies liegt daran, dass Sprache, Sprachformen willkürlich , beliebig , arbiträr sind. 
Die Bezeichnenden <Kikiriki, cocorico und keekkeek> haben den gleichen semantischen Wert, obwohl sie unterschiedlichen "bemalten Buchstaben" (Herder) nachweisen. Diese Feststellung  ist konstant. Dies liegt daran, dass die orthographischen Formen arbiträr sind.
Ferner ist die Referenz, die Vorstellung oder einfacher formuliert , das Bezeichnete , hier der Hahnschrei nicht willkürlich, weil sie naturgegeben ist. 
Diese Feststellung bedeutet ferner, dass eine kulturelle Form eng in Verbindung zum Ort wo diese Kultur zum Ausdruck kommt, steht. Anders gesagt, können die Pygmäen der zentralafrikanischen Regenwälder nicht in Grönland bei den Eskimos leben und umgekehrt, könnten Letztere mit ihren für die Kälte bestimmten Fellmäntel in den Tropen nicht überleben!
SPrache verhält sich nicht anders.
1.1.1. das Siezen und das Duzen
Ich nehme diese bekannten Beispiele, um zu verdeutlichen, wie Sprache und auch Kultursprache arbiträr sein kann.
Deutsche siezen in der Regel unbekannte, ältere, Damen, Prominente etc., ; dies ist oder soll ein Zeichen von Höflichkeit , Respekt und Hinsicht sein. Diesbezüglich wird üblicherweise eine Sie-Form verwendet, sobald mein gegenüber entweder Prominent, alt, Dame, Unbekannter etc... ist.
Ein Deutscher würde beispielsweise nicht verstehen, dass man direkt zu ihm (ihr) DU sagt, dass er also von einem Fremden geduzt wird. Dies würde bei ihm (ihr) Befremdung und vielleicht auch etwas Entrüstung verursachen. Es wird deshalb empfohlen von folgendem Grundsatz auszugehen: Unbekannte systematisch zu siezen; dies gehört zweifelsohne zur gepflegten guten Art und Weise in Deutschland! 
Wir wären mit Sicherheit nicht koimplett, wenn wir den heutigen Trend übersehen würden, allen voran bei jungen Menschen, die quasi systematisch die Du-Form verwenden. Es handelt sich meinen Beobachtungen nach, meistens um junge Leute, die der gleichen Generation  angehören. 
Diese Feststellung und Beobachtung hat jedoch gar nichts zu tun  mit dem Trend bei einigen wenigen Deutschen,  Fremde Personen, vor allen Dingen Afrikaner, unwichtig was sie sind, wo sie herstammen und welche berufliche Qualität sie ausüben, sofort zu duzen. Dieses Verhalten muss in Deutschland und sonstwo in Europa als unakzeptabel und als Zeichen von Paternalismus und ja sogar Rassismus entmystifiziert und folglich verurteilt  werden!
In Senegal ist es ganz anders.Unsere Sprachen wegen ihrer genetischen und typologischen Verwandtschaft verwenden andere Formen und nicht unmittelbar eine Sie-Form als solche. In Folgendem werden wir von der senegalesischen Lingua Franca, vom Wolof ausgehen, stellvertretend für die anderen übrigen Sprachen im Lande..

Der Laie wird meinen können, dass Senegalesen sprachliche Höflichkeitsformen nicht kennen; dies kann jedoch nur als Halbewahrheit verstanden werden, weil sprachliche Höflichkeitsformen ja wohl vorhanden sind, wennschon nicht in der weise einer Sie- oder Du-Form.
Wie schon angedeutet ,verwenden die Senegalesen andere Höflichkeitsformen wennschon nicht in der Form eines Sie bzw. Du.

1.1.2. Andere Höflichkeitsformen
Senegalesische Wolof-Sprecher würden beispielsweise einer schon alteren Person nicht sagen : "yéén a ngi dem?" (gehen Sie?). Er wird direkt fragen "yaa ngi dem ?", was nicht bedeutet, angesichts der Unmittelbarkeit dieser Fragestellung, dass eine Höflichkeitsform nicht vorhanden ist. Die fragende Person könnte es zu folgender Formulierung bringen: "yaay yangi dem? " oder "baay yaangi dem ?" oder aber "goor gi  yangi dem?" etc... Dies bedeuitet, dass  emphatisierte Pronomen wie <yow a = yaa> in der Regel nicht verwendet werden, spricht man mit älteren oder unbekannten Personen. Hier ist der Einsatz eines Vokativs die Regel.
Übertragen in die Zielkultur Deutsch, bedeutet dies dann, dass die Höflichkeitsform in Wolof bzw. in den senegalesischen Sprachen wie folgt aussehen darf:  "Herr Professor willst du etwas trinken ?" oder "Gnädige Frau hast du Angst?" oder aber "Herr Doktor du hast mir weh getan mit deiner Spritze".
Die Höflichkeitsform geht in Wolof auch mit  einer  von der kulturellen Art und Weise kodifizierten Gestik und Mimik einher. Diese kinesische Ebene  ist von Relevanz und könnte allein die Quintessenz der Höflichkeit in Wolof bedeuten. 
Höflichkeit ist hier mehr denn je ein physisches Verhalten. Handelt es beispielsweise um eine junge Person gegenüber einer älteren, kann die jüngere  Letztere mit zwei Händen begrüssen; dabei bleibt die jüngere Person in dieser Position solange die ältere Person ihre Hand hält. Handelt es sich nun  um eine jüngere Frau, die eine ältere begrüsst, (unwichtig ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt) gehört es dazu, dass die Begrüssung von einer mehr oder weniger geprägten Kniebeugung begleitet wird; Konstant bei allen Begrüssungsformen ist es, dass die Jugend dabei das Alter nicht direkt und ununterbrochen in die Augen schauen darf..
In der senegalesischen Kultur ist es in der Tat wegen Freschheit oder Unhöflichkeit  verpönt, eine ältere Person direkt in die Augen zu schauen. Höflich sein, sich höflich verhalten bedeutet in dieser Kultursphäre, dass man im Angesichts einer älteren Person die Augen nach unten senkt; Der bekannte Ausdruck "dëgër bët" ("Harte Augen" haben) bezeichnet solche Leute, die ihren Blick im Angesichts einer älteren Person nach unten nicht senken. 

Für Europäer generell und Deutsche speziell ist dies ein Zeichen von Heuchlerei, Unehrlichkeit, Schwäche und ja sogar Feigheit.

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Diese nicht erschöpfende Darstellung von kinesischrelevanten Höflichkeitsverhalten ist interkulturell von Bedeutung, vergleicht man sie mit den heutzutage geltenden Höflichkeitsformen in Deutschland.
Dass beide Kulturformen unterschiedlich sind, ist eine Binsenwahrheit, weil Deutsch und Wolof auch in der Kultur typologisch wie genetisch  entfernt sind.
Um dies zu belegen, möchte ich das bekannte Beispiel des Händeschüttelns erwägen.
 Zum Händeschütteln

Deutsche grüssen immer weniger mit der Hand; dieser Trend ist heute zweifelsohne feststellbar und überall sichtbar. Es ist, als ob, die meisten Deutschen den durch das Händeschütteln entstehenden physischen Kontakt (Haut zu Haut-Kontakt) vermeiden bzw. umgehen möchten. Man sagt zu Unbekannten "Tag!" oder "Morgen!" oder aber "Hallo!" etc.. Bei Jugendlichen heisst es immer mehr "Hi!". Einem wird auch dabei gewunken, was als Zeichen einer Distanzierung ausgelegt werden könnte. 
Für viele ist der Händekontakt ein Zugriff in die Intimsphere einer Person, ja sogar  eine Art Vergewaltigung der Intimität und der Intimsphäre.! Dies erklärt zur Genüge, warum die islamische Kultur es entschieden ablehnt, dass einen Hautkontakt zwischen Mann und Frau durch ein einfaches Händeschütteln entsteht. Die einzige Weise dem zuvor zu kommen besteht darin, jeglichen Kontakt mit einer Frau, die man nicht kennt, zu vermeiden 
Das Händeschütteln ist als Grussform auf mehr oder weniger langer Sicht sowieso zum Tode verurteilt,da von der OMS  (Welt Gesundheitsorganisation) festgestellt worden ist, dass die Hände Hauptvektor von über 50% aller Krankheiten in der Dritten Welt sind, und dass diesen Krankheiten den Hauptnährboden entzogen würde, wenn   Leute in der Dritten Welt sich einfach systematisch die Hände waschen würden!
 
1.1.2. Phonetisierte linguistische Formen
Mit dieser Bezeichnung möchte ich den Unterschied zwischen kinesischen und "gesagten" (phonetisierten) Formen. machen  
1.1.2.1. Lüge und Wahrheit
Wolof "da ngay fen!" oder Pulaar "wonaa gòngo!" sagt man Erwachsenen in der senegalesischen Kultur grundsätzlich nicht, weil es sich hier um unzulässige durchaus unhöflich beleidigende Sprachformen handelt. Die Aussage wird als Beleidung oder Beschimpfung um so mehr empfunden  oder ausgewertet, als sie  in der Gegenwart von anderen zuschauenden oder zuhörenden Personen geschieht. Bei vielen  Personen  wird dies  Anlass zum Streit, um so zu sagen,die eigene Ehre zu retten!
In Deutschland wurde man angesichts einer solchen Sachlage nur lachen. Dort düirfen Kinder Erwachsenen sagen, dass sie gelogen haben, ja sogar, den eigenen Eltern auf eine denen unterlaufene Unwahrheit hinweisen, was hier  völlig undenkbar wäre!  Dies liegt daran, dass Kinder und Jugendliche angesichts der Älterung der Bevölkerung und auch der herrschenden Denatalität in Deutschland wie kleine Könige betrachtet werden. Die Situation ist gerade umgekehrt in Senegal, wo die Bevölkerung sehr jung ist..
Senegalesen verwenden in der Tat Euphemismen wie "so ist es eigentlich nicht!", "es stimmt nicht ganz!", "Ich würde es anders sagen!"
1.1.2.2. Zum Rülpsen
Nach einem guten Essen darf hierzulande gerülpst werden, was dann als Befriedigungszeichen ausgelegt wird. Es heisst: seitens des Gastgebers "Mein Essen hat ihm (ihr) geschmeckt!" und seitens des Gastes "Es war ein tolles Essen! Ich bin satt!". Auf gar keinen Fall wird dies als Negativum interpretiert; anders ist es in Deutschland, wo das Rülpsen als eine geschmacklose und schmutzige Geste verstanden wird. Kein gut erzogener Deutsche würde zu Tisch ein solches Verhalten haben, weil es sich einfach nicht gehört !

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1.1.3. Kinesis
Es sind die Zeichern und die Gesten, die  sprachlich Relevant sind bzw., die eine sprachliche Bedeutung haben. Diese Zeichen und Gesten sind gleichsam vielfältig und zahlreich;: siehe dazu  bei Google stichwort "Kinesis"
Sprache geht mit Gesten und Gesichtsbewegungen einher, denn es fällt vielen schwer normal zu sprechen, wenn einem Gesten unterbunden werden..
Vor allen Dingen bewegen Afrikaner beim Kommunizieren viel Hände, Kopf und sogar Füsse, um eine Mitteilung zu unterstreichen bzw. zu betonen.
In der Tat wäre Sprache fast nicht mehr human, fast synthetisch, wenn es dabei gar keine Bewegungen gäbe.
Bewegungen sind das gewisse Etwas, das Sprache begleitet, und das hilft, eine gewisse Botschaft schneller  verstehen zu lassen..
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Nehmen wir das Beispiel einer Person, die zornig ist; an seinem Gesicht ist unmittelbar zu ersehen, dass er ein Problem hat, denn seine Gesichtszüge (Augen, Lippen, Augenbrauen, Gesichtsfarbe etc..)  durch eine punktielle Änderung zeigen, dass die Person sich sich in einer völlig anderen Stimmung befindet.. Ist die Person demgegenüber glücklich bzw. froh, wird  dies auch durch eine Umstellung seiner Gesichtszüge beobachtbar..
Kinesis hat auch eine phonetische Relevanz, denn sie kann sich in der Phonetik durch die Prosodie manifestieren.
Dies bedeutet, dass prosodische Eigenschaften wie Akzente, Töne, Intonationen, Rythmen und Melodien die Stimmung beim Sprecher verdeutlichen können.. . Deutsche haben deshalb recht, wenn sie sagen, dass der Ton die Musik mache .
 Stellen wir uns eine Nachbarschaft vor, in der plötzlich Mitten in der Nacht zu einem heftigen Disput zwischen Mann und Frau kommt. Die Nachbarschaft weisst unmittelbar, dass es sich um einen Disput handelt, da die Diskussion laut und heftig ist.. Demgegenüber ist es einfach zu ermitteln, dass zwei  oder mehrere Personen sich friedlich unterhalten, wenn die Klänge und Töne , denen sie sich bedienen ,harmonisch, sanft und reibungslos sind.

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E
s gibt ja auch interkulturell relevante kinetische Formen, die von Deutschen und von Senegalesen jeweils benutzt werden, und die jeweils unvorstellbar sind für die andere Vollksgruppe.
Ich möchte hiermit das Verhälnis zwischen Mann und Frau  erwägen, und betonen, wie sich Deutsche und Senegalesen jeweils kinesis verhalten, wenn es darum geht zu verdeutlichen, was sie für den Partner empfinden.
In Deutschland gehört es intrinsisch zur Liebe, dass man sich in der Öffentlichkeit umarmt, streichelt, küsst, schmust  usw.,. Es sind laute Gesten und Verhalten, ohne die bei alt sowie bei jung, Liebe unmöglich ist. Der Partner kann sich dann frustriet füllen, wenn er/sie auf solche "Liebesdemonstrationen" verzichten muss.

In Senegal speziell und bei Afrikanern generell ist dies anders, denn. Liebe gehört zur natürlichen Intimsphäre einer Person und darf sich als solche nicht in der Öffentlichkeit manifestieren.. Die geltende Moral und die afrikanischen Tugenden und Geflogenheiten unterbinden jegliche Zärtlichkeitsdemonstration in der Öffentlichkeit. Solches wird in der Regel als nicht dezent verpönt bzw. abgelehnt .
Wie wir es gesehen haben, stossen wir hier an kulturellbefestigte Grenzen zwischen Gesinnungen, Weltanschauungen, kurzum Kulturen, die heute sehr viel Staub aufwirbeln: 
Im Okzident  wird die Genderproblematik insofern geregelt, als man gegen Ende des 20. Jahrhunderts bestimmt hatte, dass es zwischen Man und Frau nunmehr zu folgender Formel kommen sollte:   .  Mann=Frau. 
Diese Formulierung hat (mathematische)Implikationen, die wir gleich sehen werden:
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Die Mathematik lehrt, dass wenn es zwischen x und y eine Parität bzw. ein Gleichheitsverhältnis gibt,(x = y) dass dies belegte mathematische Folgen hat, bzw. haben muss; dies führt nämlich z. B. dazu, dass 
x = y  ---->   x-y=0 und y-x=0 .
Ist ein Mann einer Frau uneingeschränkt und undifferenziert gleich, kann dies dazu führen, dass
Mann und Mann(-Frau) bzw. Frau und Frau (-Mann) zu nichts oder zu Null führt.
NIchtsdestoweniger werden im Westen  solche gegen die Natur stossende Verhältnisse genehmigt, gefördert ja sogar rechtlich geschützt. Der Standpunkt, wovon hier gesprochen wird, könnte im Okzident unter dem Vorwurf der Homophobie fallen und daher scharf verurteilt werden.Das wissen wir
yfgbh
Bei Afrikanern generell und Senegalesen speziell entbehrt dieser Diskussion jegliche Grundlage.Die Gesellschaft ist kulturell/gesellschaftlich radikal gegen männlische wie weibliche Homosexualität, und es ist meiner Meinung nach, gut so.
Interkulturalität darf nicht heissen, dass man auf die eigenen Werte und Tugenden verzichtet. Interkulturalität spricht für eine bewusste und kontrollierte homöopatische Einbeziehung vom Fremden und vom Eigenem . Im Kulturdialog muss man sich stets erkennen, deshalb darf der Dialog nie so weit gehen, dass man gegenüber sich selbst zum Fremden wird.
Interkulturalität darf ferner nicht heissen, dass man die eigenen Werte als überlegen hochpreist zum schaden von Fremden Werte. Ideal ist es, wenn es zu einer Harmonie bzw. Zu einem Gleichgewicht zwischen Fremdem und Eigenem kommt.
ENDE
 
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